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Rumänien: Auf streunende Hunde wartet der Tod

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Rumänien: Auf streunende Hunde wartet der Tod

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Der Oberste Gerichtshof Rumäniens hat am Mittwoch ein Gesetz bestätigt, dass es erlaubt streunende Hunde zu töten. Die Tiere können zwei Wochen nachdem sie von Hundefängern in Gewahrsam genommen wurden umgebracht werden, wenn in der Zwischenzeit niemand Interesse an ihnen bekundet. Vor dem Gerichtsgebäude in Bukarest kam es zu Protesten der Gegner dieses Gesetzes.
“Es wäre doch viel besser, wenn alle hunde im Land sterilisiert würden”, meint diese Frau.

Eine Demonstrantin:
“Ich bin Hilda aus Belgien. Ich bin extra wegen dieser Demonstration hier. Ich halte es für absolut falsch, was hier in Rumänien passiert. Es ist falsch, all diese streunenden Hunde zu töten.”

Das Parlament hatte das Gesetz vor einigen Wochen verabschiedet. Die Zahl der herrenlosen Hunde in Bukarest wird auf bis zu 60.000 geschätzt. Vor allem ältere Menschen begrüßen die Verordnung daher.

Ältere Frau aus Bukarest:
“Wenn man die Hunde nicht wegschaffen kann, muss man sie töten. Sie sind gefährlich. In meiner Nachbarschaft gibt es wahnsinnig viele streunende Hunde.”

Der Fall eines kleinen Jungen hat die Debatte zusätzlich angeheizt. Er war vor etwa einem Monat von einem Hund totgebissen worden. Ob es sich bei dem Tier allerdings um einen Streuner gehandelt hat, ist unklar.