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"Russlands Wirtschaft muss sich von Grund auf ändern"

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"Russlands Wirtschaft muss sich von Grund auf ändern"

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Die Weltbank traut der russischen Wirtschaft im laufenden Jahr ein halbes Prozent weniger Wachstum zu als bisher. Obwohl es sich 2014 wieder beschleunigen dürfte, warnt sie: Die Abwärts-Risiken bleiben. Die Wirtschaft arbeite am Rand ihres Potentials, das sei der grundlegende Bremsfaktor. Wie es weitergeht, hänge von der Auslandsnachfrage vor allem in der Eurozone ab.

Ksenia Yudayeva, Vize-Gouverneurin der russischen Zentralbank:

“Die russische Wirtschaft muss sich von Grund auf ändern. Leider geht das nicht über Nacht. Da müssen viele, viele Leute umdenken.”

In Zahlen: 2013 geht Russlands Wirtschaft laut Weltbank durch eine Wachstumsdelle, um danach von 1,8 auf 3,1 Prozent Plus zu starten. Von Schwellenländern wird wegen der niedrigeren Ausgangsbasis mindestens doppelt so viel Wachstum erwartet.

Und – der Rubel gehörte zu den ersten Opfern einer demnächst weniger expansiven US-Geldpolitik. Russlands Bürger trauen ihrem eigenen Geld nicht. Fast zwei Drittel glauben nach einer Umfrage des Instituts Wciom, dass die heimische Währung in nächster Zeit weiter an Wert verliert.

Joe Rundle, EXT Capital, London:

“Die wirkliche Fragezeichen für Investoren ist, wie sie Zugang zu Russland bekommen in einer Weise, dass sie Ihr Geld zurückbekommen, ohne eine politische Entscheidung, ohne dass die Regeln einschneidend geändert werden müssen.”

Binnen eines Jahres hat der Rubel im Vergleich zum Euro elf Prozent verloren.

Wer also Rubel hat, rollt sie über die Grenze. 2012 waren es 42 Milliarden Euro, in diesem Jahr sollen 50 Milliarden aus Russland verschwinden.

su mit Reuters