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Syrien: UN-Inspektoren nehmen Arbeit wieder auf

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Syrien: UN-Inspektoren nehmen Arbeit wieder auf

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Die Chemiewaffeninspektoren der Vereinten Nationen haben ihre Arbeit in Syrien am Mittwoch fortgesetzt. Sie sollen in und um Damaskus weitere Fälle untersuchen, bei denen Chemiewaffen eingesetzt worden sein sollen. Bei ihrem ersten Aufenthalt in Syrien im August konnte das UN-Team den Einsatz von Sarin-Gas nachweisen. Die Vereinten Nationen stellten jedoch bereits klar, dass auch diese Mission nicht klären kann, wer das Giftgas eingesetzt hat. Russland geht es deshalb primär um die Vernichtung der Chemiewaffen.

“Ich denke, alle Seiten sollten zu aller erst an der Zerstörung der syrischen Chemiewaffen interessiert sein. Wenn man allerdings die eine oder andere Aussage der Amerikaner hört, bekommt man den Eindruck, dass es weniger um die chemischen Waffen in Syrien geht, sondern vor allem um den Sturz von Präsident Assad”, meint der Vorsitzende des russischen Komitees für internationale Angelegenheiten, Alexei Pushkov.

Doch nicht nur die Amerikaner sehen in Assad den Urheber aller syrischen Probleme. Der türkische Präsident Abdulah Gül sagte dazu:

“Dieser Konflikt hat nicht mit dem Einsatz von Chemiewaffen begonnen. Und er wird auch nicht mit der Vernichtung dieser Waffen enden. Dass vereinbart wurde, die Chemiewaffen zu zerstören darf nicht dazu führen, dass sich das Regime aus der Verantwortung für all seine übrigen Verbrechen herausstehlen kann.”

Der Konflikt in Syrien, bei dem bisher weit über 100.000 Menschen ums Leben gekommen sind und der mehr als zwei Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht, werde mehr und mehr zu einer Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region, so Gül weiter.