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Angriff von Extremisten in Kaschmir

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Angriff von Extremisten in Kaschmir

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Bei einem Angriff von Extremisten sind in der Unruheregion Kaschmir mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Nach Polizeiangaben attackierten zwei als Soldaten verkleidete Männer eine Polizeistation und eine Armeekaserne. Das Feuergefecht dauerte offenbar noch an.

Der Überfall ereignete sich in Hiranagar, etwa 200 Kilometer nördlich der wichtigen Tourismusstadt Srinagar.

Nur einen Tag vor dem Angriff hatte der indische Ministerpräsident Manmohan Singh angekündigt, Pakistans Regierungschef Nawaz Sharif am Rande der UN-Generaldebatte in New York zu treffen.

Im Mittelpunkt der Gespräche sollen die Spannungen in der Region Kaschmir stehen. Die Grenzregion zwischen Pakistan und Indien ist seit Jahrzehnten zwischen beiden Ländern umstritten. Beide Atommächte beanspruchen das Gebiet für sich.

Die indische Opposition forderte, das Treffen abzusagen. Singh verurteilte den Angriff zwar scharf, will aber seinen Amtskollegen dennoch treffen.

Indien wirft Pakistan vor, Aufständische in Kaschmir zu unterstützen. Zwei Kriege führten die beiden Länder um das mehrheitlich muslimische Gebiet.

Allein in diesem Jahr wurden bei Anschlägen in der spannungsreichen Region 128 Menschen getötet. 2012 waren es 117 Menschen.