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Greenpeace-Aktivisten in Russland vor Gericht

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Greenpeace-Aktivisten in Russland vor Gericht

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Im russischen Murmansk müssen sich 30 Greenpeace-Aktivisten vor Gericht verantworten. Sie waren nach einer Protestaktion in der Arktis festgenommen worden. Die Greenpeace-Aktivisten hatten am 18. September im Nordpolarmeer gegen eine russische Ölplattform protestiert. Zwei Greenpeace-Mitglieder hatten dabei versucht, auf die Plattform zu gelangen. Acht Teilnehmer wurden dem Richter bereits vorgeführt. Sie müssen noch zwei weitere Monate in Untersuchungshaft bleiben. Es bestehe Fluchtgefahr, hieß es in der Begründung. Auch der Umweltexperte Roman Dolgov, darf Murmansk nicht verlassen. Er äußerte sich gegenüber Journalisten.

Roman Dolgov:
“Es ist absurd zu behaupten, dass von uns irgendeine Gefahr hätte ausgehen können. Greenpeace ist eine friedliche, völlig gewaltlose Organisation. Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der uns für kriminell, terroristisch oder extremistisch hält.”

In den kommenden Wochen sollen weitere Richter nach Murmansk gebracht werden, um einen großen Prozess vorzubereiten. Die Justiz ermittelt gegen die 30 Aktivisten wegen bandenmäßiger Piraterie. Dafür
drohen bis zu 15 Jahre Haft.