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Hollande: Buhrufe und Pfeifkonzerte in Florange


Frankreich

Hollande: Buhrufe und Pfeifkonzerte in Florange

Der französische Präsident Francois Hollande hat ein still gelegtes Stahlwerk in Nordostfrankreich besucht. 2012 war er schon mal da – als Präsidentschaftskandidat. Hollande versprach damals, er würde die Stahlarbeiter nicht im Stich lassen. Dann schloss der indische Besitzer die Anlage, die Hollande jedoch nicht verstaatlichen wollte. An diesem Donnerstag stellte er sich den Gewerkschaftlern:

Francois Hollande versprach, er werde jedes Jahr wiederkommen, um darüber zu wachen, dass die getroffenen Vereinbarungen eingehalten würden und dass das industrielle Forschungszentrum die erwarteten Ergebnisse bringe.

Die Hochöfen von Florange waren im April stillgelegt worden, was für ein Viertel der Arbeitnehmer den Jobverlust bedeutete. Die französische Regierung hatte sich Anfang des Jahres bereit erklärt, mit einem umfangreichen Hilfsprogramm der Region bei der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und der Modernisierung der Werke zu helfen.

Das Gewerkschaftsmitglied Edouard Martin hofft, “562 Millionen Euro werden innerhalb der nächsten zehn Jahre investiert. Jeder hat das Recht zu denken, was er will. Selbst wenn das hier Augenwischerei ist, will ich trotzdem dran glauben.”

Hollande hatte 2012 als sozialistischer Kandidat versprochen zurückzukommen, um zusammen mit der Werksleitung über mögliche Sanierungskonzepte zu beraten.

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