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Interpol sucht die "Weiße Witwe"

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Interpol sucht die "Weiße Witwe"

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Nach dem islamistischen Terroranschlag auf ein Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi herrscht in dem Land weiter Staatstrauer. Radio und Fernsehen strahlten Trauersendungen aus. Die Regierung rief die Bürger zur Mithilfe im Kampf gegen die Terroristen auf.

Die genaue Zahl der Opfer ist noch unklar. Mindestens sind es aber 72. Experten durchkämmten auf der Suche nach weiteren Leichen das teilweise eingestürzte Einkaufszentrum.

Interpol sucht per internationalem Haftbefehl nach der 29-jährigen Britin Samantha Lewthwaite. Sie wird auch die “Weiße Witwe” genannt, denn die mutmaßliche Terroristin war mit einem Islamisten verheiratet, der sich in London 2005 in die Luft sprengte. Sie soll in dem Einkaufszentrum mit einer Kalaschnikow bewaffnet gewesen sein und Befehle gegeben haben.

Zu den Forensikern, die in Nairobi eingetroffen sind, gehören auch Spezialisten aus Deutschland, den USA und Israel. Das Interpol-Team wird am Tatort gesammelte DNA- und Fingerabdruckspuren mit Informationen in globalen Datenbanken abgleichen, teilte die Organisation am Donnerstag mit.