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Warum die Korallen sterben

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Warum die Korallen sterben

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Australien, Great Barrier Reef. Hier wie auch an vielen anderen Plätzen der Welt sterben Korallenriffe. Jetzt gibt es eine Studie, die den schnellen Rückgang der Korallen erklären soll. Grundlage dafür ist eine zweijährige Unterwasser-Untersuchung mit Spezialkameras, mit deren Hilfe ein Katalog voller hochauflösender Korallen-Panoramas erstellt werden konnte.

Professor Ove Hoegh-Guldberg von Catlin erklärt: “Es ist sehr wichtig, dass auch arme Länder einen Zugang zu guten Messmethoden haben, die ihnen Aufschluss über den Zustand der Korallen geben. Viele dieser Länder sind sehr von den Korallen abhängig: Sie sind sehr wichtig für Tourismus und Küstenschutz.”

Experten erhoffen sich von der neuen Datenbank, die online für jeden zugänglich ist, die Veränderungen der Korallenriffe besser zu verstehen.

500 Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind auf Korallen angewiesen, innerhalb der letzten 50 Jahre ist das Korallenvorkommen dramatisch gesunken, so Hoegh-Guldberg: “Meeresschutz spielt sich nicht nur tagsüber am Strand ab; hier geht es um den Sauerstoff, den wir atmen. Der Ozean nimmt sehr viel Wärme auf und reguliert das Klima; über eine Milliarde Menschen sind auf die Proteine aus Meeresfrüchten angewiesen, da sie keine anderen Proteinquellen haben.”

Den Umkreis von 150 Kilometern des Korallenriffs kann man jetzt online auf mehr als 100.000 Panoramabildern bewundern.