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Proteste gegen U-Haft für Greenpeace-Aktivisten

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Proteste gegen U-Haft für Greenpeace-Aktivisten

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Greenpeace legt Beschwerde ein gegen die Untersuchungshaft für mehrere Besatzungsmitglieder der “Arctic Sunrise”.
Die Crew des Protestschiffes war gegen russische Ölbohrungen in der Arktis vorgegangen. 22 Mitglieder müssen nun für zwei Monate ins Gefängnis, entschied ein Gericht in Murmansk. Ihnen wird bandenmäßige Piraterie vorgeworfen. Sollten sie verurteilt werden, drohen ihnen 15 Jahre Haft.

Der Greenpeace-Anwalt Daniel Simmons sprach von haltlosen Vorwürfen.
“Die Behörden haben meiner Meinung nach einen Fehler gemacht. Leider geben sie das nicht zu. Nur deshalb sind nun unschuldige Menschen im Gefängnis, die für uns alle – für Russen und Ausländer wie mich – die Umwelt schützen wollten,” erklärte Simmons.

Mitglieder der Arctic Sunrise hatten vor mehr als einer Woche an der Ölplattform des Staatskonzerns Gazprom demonstriert. Sicherheitskräfte enterten das Schiff und führten die Besatzung ab. Russische Bürgerrechtler und Journalisten kritisierten das harte Vorgehen.

Unter den Inhaftierten ist auch ein Pressefotograf. Der Familienvater war von Greenpeace engagiert worden, um die Fahrt zu dokumentieren. Als Reaktion auf seine Inhaftierung schwärzten viele russische Internetportale ihre Bilder.

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