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Somalier in Kenia fürchten Rache für Westgate-Anschlag

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Somalier in Kenia fürchten Rache für Westgate-Anschlag

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Nach dem Angriff auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi fürchten viele Somalier in Kenia, zum Ziel von Racheakten zu werden. Für den Anschlag war die islamistische Al-Schabab-Miliz aus Somalia verantwortlich. In Nairobis Stadtteil Eastleigh leben viele Somalier – die Gegend wird darum auch Klein Mogadischu genannt. Die Stimmung ist angespannt.

Der Anwohner Fuad Abraham sagte: “Seit es passiert ist haben wir zwar weder Belästigungen durch die Polizei oder von anderen Leuten erlebt. Es geht uns gut, aber wir machen uns dennoch Sorgen. Die Menschen gehen früher nach Hause, nachts sind die Straßen leer. Es ist nicht wie davor, alle sind angespannt, die Leute haben Angst vor der Polizei.”

Die Ängste sind nicht unbegründet. Im November kam es nach einem Schabab-Anschlag zu Angriffen auf Somalier. Dabei sei Somalia nicht verantwortlich, so der Botschafter des Landes.

Mohamed Ali Nur, Botschafter Somalias in Kenia: “Das ist keine somalische Angelegenheit, wie manche Medien sagten. Hier geht es um Terroristen, die viele Kenianer und Ausländer, auch Somalier, umgebracht haben.”

Die Islamisten ließen wissen, der Angriff auf das Einkaufszentrum sei eine Vergeltungsaktion für die kenianischen Militäreinsätze gegen die Al-Schabab-Kämpfer in Somalia gewesen. Unterdessen laufen die Ermittlungen. Experten von Interpol und BKA helfen den Fachleuten vor Ort. Noch immer ist unklar, wieviele Menschen bei dem Anschlag ums Leben kamen. Von mindestens 67 Toten ist die Rede, doch unter den Trümmern werden noch weitere Opfer vermutet.

Quellen: Reuters, AFP, dpa

Extras

Mitteilung von Interpol
Kenias Innenministerium bei Twitter
Kenias Katastrophenzentrum bei Twitter
Al-Schabab bei Twitter