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Spanier hoffen wieder

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Spanier hoffen wieder

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Es geht wieder aufwärts – das will Spaniens Regierung mit einem weitgehend schmerzfreien Haushalt für 2014 signalisieren – keine neuen drastischen Einsparungen und keine höheren Steuern.

Finanzminister Cristóbal Montoro nennt es “das Budget der wirtschaftlichen Erholung”.

Die Regierung geht davon aus, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr um 0,7 Prozent wächst, 0,2 Punkte mehr als bisher angenommen.

Wirtschaftsminister Luis de Guindos:

“In den europäischen Ländern, den Industrieländern, ist die Wirtschaft 2009 deutlich geschrumpft. Die anderen haben sich 2010 und 2011 erholt … Spanien nicht. Im Gegenteil: 2012 ging es nochmal richtig runter … 2014 wird das erste Jahr mit einem kleinen Wachstum.”

Das werde ein Wendepunkt.

Die spanische Wirtschaft könne neue Arbeitsplätze schaffen, zum ersten Mal seit Beginn der Krise. Für 2013 erwartet die Regierung im Schnitt 26,6 Prozent Arbeitslosenquote, im kommenden Jahr 0,7 Prozentpunkte weniger. Die Arbeitslosigkeit ist eine der höchsten in Europa.

Die Staatsausgaben sollen um 2,7 Prozent auf 133 Milliarden Euro steigen. Davon sollen unter anderem die Bereiche der Forschung und der Kultur profitieren.

Spanien erlebte vor der Finanz-Banken-Staatsschuldenkrise einen gewaltigen Bau-Boom. Als der Bausektor kollabierte, waren viele Private hoch verschuldet. Langfristig wurden aus den angehäuften Privatschulden – über Bankenrettungen – Schulden des Staates.

su mit Reuters