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FIFA verhängt Geisterspiel gegen Ukraine

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FIFA verhängt Geisterspiel gegen Ukraine

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Rassismusvorwürfe kommen den ukrainischen Fußballverband jetzt teuer zu stehen.

Zu einer Geisterpartie hat die FIFA das letzte WM-Qualifikationsspiel der Ukraine gegen Polen am 11. Oktober erklärt.

Anlass für die Zuschauer-Aussperrung sind rassistische Äußerungen und Nazi-Embleme beim Spiel gegen San Marino am 6. September in Lwiw. Ukrainische Fans wehren sich vehement:

“Warum ist das überhaupt ein Thema geworden, frage ich mich? Ich habe das Spiel selbst verfolgt und keine faschistischen Slogans gehört oder Fahnen gesehen. Ich weiß nicht, was das soll.”

Ein weiterer ukrainischer Anhänger vermutet eine Verschwörung:

“Diese Anschuldigungen sind doch nur eine üble Masche der europäischen Anti-Faschismus-Organisation “FARE”, um sich Gelder zu beschaffen. Die “FARE”-Vertreter – darunter auch ein Verantwortlicher aus Polen – sind in der Ukraine extrem unbeliebt. Denn sie tun so, als ob sie ein global existierendes Problem bekämpfen. Dabei wollen sie nur an internationale Geldtöpfe gelangen, um ihre Existenz abzusichern. Für diese sogenannten Zuwendungen würden die geldgierigen “FARE”-Leute alles mögliche in ihre Berichte schreiben.”

Polnische Propaganda vermuten ukrainische Fans also hinter den Vorwürfen. Politisch wie sportlich brisant: beide Nationen können sich im direkten Vergleich während des verhängten Geisterspiels noch für die WM 2014 in Brasilien qualifizieren.