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Parlamentswahl in Österreich: Große Koalition knapp vorn

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Parlamentswahl in Österreich: Große Koalition knapp vorn

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Die große Koalition in Österreich kann vermutlich ihre Arbeit nach der heutigen Parlamentswahl fortsetzen. Ersten Hochrechnungen zufolge kommen die Sozialdemokraten von Bundeskanzler Werner Faymann und die konservative ÖVP mit ihrem Spitzenkandidaten Michael Spindelegger gemeinsam auf rund 50 Prozent. Die sozialdemokratische SPÖ bleibt mit rund 26 Prozent zwar stärkste Kraft, aber es ist das bisher schlechteste Ergebnis der Partei. Dasselbe gilt für die ÖVP, die rund 24 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Drittstärkste Partei wurde nach den Berechnungen die rechtspopulistische FPÖ mit ihrem Chef Heinz Christian Strache. Gut 22 Prozent stimmten für den einwanderer- und europakritischen Kurs der Freiheitlichen.

Auch die Grünen hatten auf den dritten Platz gehofft, mit etwas mehr als 11 Prozent landen sie nun an vierter Stelle. Die neue liberale Partei NEOS schaffte es ebenfalls über die Vierprozenthürde wie auch das Team Stronach, die Partei des milliardenschweren Politneulings Frank Stronach. Das rechte Bündnis BZÖ hingegen verpasst den Wiedereinzug in den Nationalrat.

Insgesamt waren an diesem Sonntag mehr als sechs Millionen Österreicher ab 16 Jahren wahlberechtigt. In diesem Jahr sind aber offenbar weniger Menschen an die Urnen gegangen als bei der letzten Nationalratswahl im Jahr 2008.

Mit APA, AFP, dpa

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