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Syriens Präsident verspricht, sich an Giftgasabkommen zu halten

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Syriens Präsident verspricht, sich an Giftgasabkommen zu halten

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Der Präsident des Bürgerkriegslands Syrien hat sich erneut im ausländischen Fernsehen geäußert, diesmal in Italien. Dabei versprach Baschar Assad, man werde sich an die internationalen Abkommen über Besitz und Einsatz von Giftgas halten: Den Druck durch
den Weltsicherheitsrat habe es dafür gar nicht gebraucht.

Man sei der entsprechenden Konvention beigetreten, sagte Assad, noch vor der Syrienentschließung des Sicherheitsrats. Die russische Initiative zu dieser Resolution beruhe zum größten Teil auf dem, was Syrien selbst gewollt habe. Es gehe also nicht um die Entschließung, sondern um Syriens eigenen Willen.

Der Sicherheitsrat hatte am Freitag eine Resolution gebilligt, die von Syrien die Aufgabe und Zerstörung seiner Giftgasvorräte verlangt. Die umstrittene Frage, welche Strafen sonst drohen, wurde diplomatisch umschifft.

Inzwischen beenden die Chemiewaffenkontrolleure der UNO ihre Arbeit in Syrien. Sie hatten in den letzten Tagen weitere Orte möglicher Giftgaseinsätze untersucht. Als nächstes kommen jetzt Anfang der Woche Fachleute der Organisation zum Verbot von Chemiewaffen. Sie inspizieren die von Syrien angegebenen Giftgasbestände und Produktionsanlagen.