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Berlusconi: Das ganz normale Chaos

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Berlusconi: Das ganz normale Chaos

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Nicht nur sein Hund liebt ihn. Silvio Berlusconi will Neuwahlen und ist sich sicher, dass auch das Volk ihn liebt, dass er gewinnen würde. Nach dem Rücktritt der fünf Minister aus Berlusconis Partei Volk der Freiheit (PdL) steht die Regierungskoalition aus PdL und Demokratischer Partei (PD) vor dem Aus.

Doch es gibt auch Stimmen, die glauben, dass die Regierungskoalition sich noch einmal aufrappeln kann.Mariastella Gelmini (PdL) meint: “Ich bin überzeugt davon, dass es noch Spielraum gibt, dass wir in eine Richtung gehen können, mit unserem Regierungschef, wenn wir klar zur Einheit stehen.”

Am Mittwoch stellt sich Ministerpräsident Enrico Letta im Parlament der Vertrauensfrage. Sollte Letta scheitern, will er die Konsequenzen ziehen. Um jeden Preis wolle er nicht weiterregieren, sagte er. Dann müsste Staatschef Giorgio Napolitano – wieder einmal – einen Ausweg aus der Krise suchen.

Viele Politiker werfen Berlusconi Egoismus vor. Roberto Speranza (PD) meint: “Seiner Verantwortung ist sich Silvio Berlusconi nicht bewusst. Er verfolgt seine eigenen Interessen, und nicht die Italiens.”

In der Koalition gibt es seit vielen Wochen erhebliche Spannungen. Ein Grund ist der drohende Ausschluss des rechtskräftig verurteilten Berlusconi aus dem Senat.