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SPÖ weiter stärkste Kraft, die Rechtsextremen legen zu

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SPÖ weiter stärkste Kraft, die Rechtsextremen legen zu

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Am Ende hat es gereicht: Die österreichischen Sozialdemokraten wurden erneut stärkste Kraft bei der Parlamentswahl – allerdings mit dem schlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte. Trotz Kritik strebt Bundeskanzler Werner Faymann erneut eine Große Koalition aus SPÖ und ÖVP an; rot-schwarz waren in der Vergangenheit wiederholt Tatenlosigkeit und fehlende Reformen vorgeworfen worden.

Ein Bündnis mit den Rechtsextremen erteilte Faymann eine klare Absage: “Was vor der Wahl gegolten hat – nämlich eine stabile Regierung zu bilden, gilt auch nach der Wahl ohne die FPÖ in diesem Land,” meinte der Bundeskanzler.

Eine Koalition mit der rechten FPÖ – ausschließen will das der Chef der zweitstärksten Kraft ÖVP nicht. Michael Spindelegger meinte, alles sei möglich. Auch die ÖVP wurde wie die SPÖ mit dem schlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte abgestraft.

Stimmenzuwächse erhielt stattdessen die rechte FPÖ. Mehr als jeder vierte Österreicher gab ihr seine Stimme. Die Grünen legten leicht zu. Auch das euro-kritische Bündnis Stronach kann in den Nationalrat einziehen.

Für die Überraschung des Abends sorgten die neugegründeten liberalen Neos: Die proeuropäische Partei schaffte knapp den Sprung über die Vier-Prozent-Hürde. Das Bündnis aus der bürgerlichen Mitte kündigte an, mit allen Parteien zusammenarbeiten zu wollen.