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"Wegen drei Idioten": Ukraine hadert mit FIFA-Sperre

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"Wegen drei Idioten": Ukraine hadert mit FIFA-Sperre

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Am 6. September kam es beim Spiel Ukraine gegen San Marino im ukrainischen Lwiw zu rassistischen Ausfällen: Einige Heimfans zeigten Nazi-Symbole und machten rassistische Bemerkungen. Das hatte Folgen: Die FIFA verurteilte die ukrainische Nationalmannschaft am Freitag dazu, ihr letztes Spiel in der WM-Qualifikation ohne Fans zu bestreiten. Das Match ist am 11. Oktober in Charkiw gegen Polen.

Jetzt hat sich der ukrainische Fußballverband gegen das Urteil gewehrt, das auch nach den Richtlinien des Anti-Rassismus-Netzwerks FARE gefällt wurde, mit dem die FIFA eng zusammenarbeitet. Der Vizepräsident des Verbans, Sergii Storosenko, meinte: “Wir stimmen nicht nur mit den Bewertungskategorie von FARE und FIFA nicht überein. Unsere Frage ist vor allem, warum alle 47 Millionen Ukrainer für das Verhalten von drei Idioten bestraft werden, die in einem komplett vollen Stadion mit 35.000 Fans waren.”

Der Verband will so bald wie möglich Berufung gegen das Urteil einlegen. Neben dem Geisterspiel am 11. Oktober hat ein weiterer Bestandteil des FIFA-Verdikts den Fußballverband besonders aufgebracht. Im Stadion in Lwiw, dort also, wo es den rassistischen Vorfall gab, darf die A-Nationalmannschaft während der gesamten Vorrunde für die WM 2018 in Russland keine Spiele austragen. Und nicht zuletzt muss der ukrainische Fußballverband eine Strafe von umgerechnet rund 37.000 Euro zahlen.

Extras

Mitteilung des Präsidenten des ukrainischen Fußballverbands
Mitteilung auf der Homepage des ukranischen Fußballverbands
Bericht auf der Homepage der FIFA
Homepage FARE – deutsch