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Nach Westgate-Anschlag: Kenia verstimmt über Reisewarnung der USA


Kenia

Nach Westgate-Anschlag: Kenia verstimmt über Reisewarnung der USA

Fast vierzig Menschen werden nach dem Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Kenia offenbar noch vermisst. Das teilte das Rote Kreuz mit, dessen Helfer aber wegen der Ermittlungen noch nicht in das Westgate-Zentrum in der Hauptstadt Nairobi hineindürfen.

Nach dem Anschlag haben die USA ihre Reisewarnung für Kenia jetzt ausdrücklich erneuert. Kenias
Regierung zeigt sich darüber extrem sauer: Unnötig und unfreundlich sei das, sagt Innenminister Joseph Ole Lenku. Im gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus helfe diese Reisewarnung jedenfalls
nicht weiter. Man bitte die USA als befreundetes Land, die Warnung wieder aufzuheben.

Der Fremdenverkehr ist für Kenia eine der wichtigsten Einnahmequellen. 2011 sorgten zwei Entführungsfälle aber bereits für unwillkommene Schlagzeilen.

“Wir haben uns schon vorher Sorgen gemacht”, sagt eine Kanadierin im Nationalpark Nairobi. “Viele haben uns angerufen, ob wir wirklich fahren, aber bis jetzt war alles sicher. Wir sind die meiste Zeit mit Einheimischen zusammen, das hilft uns wohl.”

“Heute ist doch die ganze Welt gefährlich”, meint ein Amerikaner hier. “Andauernd passiert was. Das mit Westgate war am Tag vor unserem Abflug, viele haben sich Sorgen gemacht – aber wir haben gar nicht weiter drüber nachgedacht.”

Für Schweizer, Österreicher und Deutsche gibt es im Fall Kenia keine allgemeine Reisewarnung; die Außenministerien warnen aber vor der ständigen Gefahr von Anschlägen sowie vor Reisen in bestimmte Gebiete.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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