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Stillstand könnte US-Wirtschaft teuer zu stehen kommen

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Stillstand könnte US-Wirtschaft teuer zu stehen kommen

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Der Stillstand der öffentlichen US-Verwaltung könnte Washington teuer zu stehen kommen. Berechnungen zufolge kostet der Shutdown die Regierung rund 150 Millionen Euro pro Tag.

Trotzdem leidet die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten darunter vorerst nicht. Die kurzfristigen Folgen für die Wirtschaft seien überschaubar, sagen Analysten. Der letzte Shutdown 1995 dauerte wenige Tage und kostete die USA rund 1,5 Milliarden Euro.

Der unbezahlte Zwangsurlaub für 800.000 Regierungsangestellte drückt die jährliche Wachstumsrate Schätzungen zufolge um 0,8 Prozent. Sollte sich die Haushaltssperre den ganzen Oktober lang ziehen, würden sich die Kosten auf rund 40 Milliarden Euro belaufen.

Ein Analyst erklärt: “Die Auswirkungen werden sich in Grenzen halten. Die Ungewissheit könnte jedoch zunehmen. Denn der Stillstand wird Konsequenzen für das Vertrauen der Verbraucher haben. Die Arbeitslosenquote steigt, wenn zahlreiche Regierungsmitarbeiter ohne Job sind. Die nächste Entscheidung, ob die Schuldenobergrenze angehoben werden soll, wird zudem für Ungewissheit sorgen.”

Die Zeit drängt. Bis zum 17. Oktober muss sich der Kongress auf eine Erhöhung der Schuldengrenze von 12,4 Milliarden Euro einigen. Andernfalls droht nach Angaben von Finanzminister Jack Lew die Zahlungsunfähigkeit mit weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft. Die Ratingagentur Standard & Poor’s warnte bereits: Wird die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig angehoben, wird die Einstufung kräftig gesenkt.