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Gemüseanbau auf Mondsand und Marserde

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Gemüseanbau auf Mondsand und Marserde

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Zarten Pflänzchen sprießen auf einem ganz besonderen Grund: er hat dieselbe mineralische Zusammensetzung, wie die Oberfläche des Planeten Mars. Bei anderen Setzlingen steckt Mondsand im Blumentopf. Forscher an der Universität im niederländischen Wageningen wollen mit ihrem botanischen Experiment erkunden, ob es möglich ist, im Weltraum Pflanzen zu züchten, auf dem Mond oder dem Roten Planeten. Als Grundlage dient jedoch kein echtes außerirdisches Material, sondern exakt nachempfundene Mineralmischungen. Vorlage war original Mond- und Marsmaterial im Besitz der NASA.

“Zu unserer großen Überraschung stellten wir fest, dass Pflanzen auf dem Marsboden besser wachsen, als auf irdischem Material”, erklärt Wieger Wamelink. Er forscht im Dienst des Raumfahrtprojekts wie Mars-One, das 2023 die Ansiedlung von Menschen auf den Roten Planeten vorsieht, auf autarker Basis, zum Beispiel mit eigenem Gemüsebeet. Doch selbst wenn es gelänge, Gurken und Tomaten zu züchten, wären sie wahrscheinlich ungenießbar.
Wieger Wamelink: “Die Tomaten würden eine extrem hohe Schadstoffkonzentration haben, mit giftigen Schwermetallen.”

Der intergalaktische Gärtner müsste außerdem den für das Pflanzenwachstum notwendigen Stickstoff im Gepäck haben. Für das Mars-One-Projekt haben sich bereits über 200 Tausend Menschen aus aller Welt beworben. Ob die umstrittene Mission jemals stattfinden wird, steht in den Sternen.