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Greenpeace-Aktivisten droht Gefängnis in Russland

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Greenpeace-Aktivisten droht Gefängnis in Russland

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Zwei Wochen nach dem Greenpeace-Protest in der Arktis hat ein russisches Gericht gegen mehrere Umweltaktivisten Anklage wegen Piraterie erhoben. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Ein Sprecher der Umweltorganisation wies die Vorwürfe als unzutreffend, unbegründet und illegal zurück.

Die Greenpeace-Mitglieder hatten versucht eine Gazprom-Bohrinsel in der Barentssee zu stürmen. Nach eigenen Angaben wollten sie dort ein Transparent befestigen, um auf Gefahren durch die Gas- und Ölförderung in der Arktis aufmerksam zu machen.

Das Vorgehen der russischen Behörden sorgt international für Empörung. In Berlin ketteten sich zwei Aktivisten an eine Erdgas-Tanksäule von Gazprom und forderten die Freilassung der Inhaftierten. Greenpeace zufolge unterschrieben mehr als 700.000 Menschen einen Unterstützungsbrief. In Basel in der Schweiz unterbrachen Greenpeace-Aktivisten ein Spiel der Champions-League, denn Gazprom sponsort den deutschen Club Schalke 04, der an jenem Abend auf dem Rasen war.