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Tauziehen um griechische Neonazi-Partei geht weiter

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Tauziehen um griechische Neonazi-Partei geht weiter

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Die griechische Justiz hat drei Mitglieder der rechtsradikalen Partei Goldene Morgenröte wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach einem Marathonverhör von mehr als 18 Stunden entschied der Haftrichter, dass nur ein Mitglied in Gewahrsam bleibt. Die drei Mitglieder dürfen bis zum Prozessbeginn das Land nicht verlassen.

Unter ihnen ist auch der mutmaßliche Anführer der Schlägertrupps der Partei, Ilias Kasidiaris. Er musste eine Kaution in Höhe von 50 000 Euro hinterlegen. Er selbst sieht sich als politisch verfolgtes Opfer.

Die Staatsanwaltschaft wirft insgesamt 32 Mitgliedern vor, die Partei in eine kriminelle Vereinigung umgewandelt zu haben. Ihnen werden außerdem Totschlag, Erpressung, Sprengstoffanschläge und Geldwäsche zur Last gelegt.

Beobachter werten die Entscheidung als Rückschlag für die Regierung. Diese hatte angekündigt, sie werde die Rechtsradikalen zerschlagen.