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Wut und Enttäuschung bei US-Staatsdienern

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Wut und Enttäuschung bei US-Staatsdienern

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Behörden, Museen, Gedenkstätten: Wegen der Haushaltskrise in den USA außer Dienst.

Viele Staatsbedienstete in Washington standen am Morgen vor den verschlossenen Türen ihres Arbeitsplatzes. Andere arbeiteten nur kurz, um die automatische Abwesenheitsnotitz ihres E-Mail-Accounts einzurichten. Dann gingen auch sie nach Hause: Zwangsurlaub ohne Bezahlung.

Jan Goodwin beschwert sich: “Ich musste erscheinen, meine Arbeit niederlegen und dann nach Hause gehen. Keine Ahnung, wie lange ich nicht arbeiten werde. Der Kongress hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.”

Niemand kann ahnen, wie lange der unbezahlte Zwangsurlaub andauert – die täglichen Rechnungen müssen jedoch weiter bezahlt werden. Keine guten Aussichten für Paul Sacker, der bei der nationalen Umweltschutzbehörde in New York arbeitet. Er meint, “ich muss meine Ersparnisse plündern, um meinen Kredit und meine Rechungen bezahlen zu können. Meine Tochter studiert. Die Republikaner und Demokraten müssen mehr leisten. Sie müssen verstehen, was der Durchschnittsamerikaner täglich durchmacht, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Sie alle sind Schuld an der Situation.”

Die US-Haushaltskrise führt nach Schätzungen von Experten täglich allein in Washington zu Ausfällen von fast 150 Millionen Euro pro Tag. Dort wohnen besonders viele der 800.000 Staatsdiener, die wegen der Krise in Zwangsurlaub geschickt wurden.