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Alles so schön grün im Algenhaus

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Alles so schön grün im Algenhaus

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Das weltweit erste Algenhaus steht in Hamburg, wahrhaft grün und umweltfreundlich. Das Pilotprojekt gehört zu den Highlights der aktuellen Internationalen Bauausstellung in der Hansestadt. Zwei Fassaden des Wohnquaders sind mit rund flachen Bioreaktoren ausgestattet. In den Glaselementen werden Mikroalgen gezüchtet, die durch Fotosynthese und Solarthermie Biomasse und Wärme produzieren. Diese steht dem Haus als Heizenergie durch Wärmetauscher direkt zur Verfügung, Biomasse wird an anderer Stelle energetisch verwertet, Projektleiter Martin Kerner erläutert.
“Die Wärme, die hier in der Bioreaktorfassade erzeugt wird, wird in diese Energiezentrale eingeschleust und in einem Heizungskreislauf genutzt für die Erwärmung des Trinkwassers und die Heizung des Gebäudes.”

Und so wohnt es sich im Algenhaus: Laura Gador zeigt uns ihren Balkon, der eher einem Aquarium ähnelt. Auch hier sprießt die Algenproduktion. Das fünfgeschossige Gebäude mit 15 Wohneinheiten ist außerdem ein Passivhaus. Das bedeutet Einsparungen bei den Heizkosten, an die 1000 Euro pro Jahr, weil alles gut gedämmt sei, meint Laura Gador.

Das Algenhaus in Hamburg-Wilhelmsburg gehört zur Gruppe der sogenannten Smart Material Houses, neue Baustoffe mit besonderen energetischen und ökologischen Eigenschaften.

Inn der nährstoffhaltigen Algenbiomasse steckt hohes Potenzial. Zum Beispiel die Nutzung als Nahrungs- und Futtermittel. Nichts geht verloren!

Die Internationale Bauausstellung in Hamburg geht bis zum 3. November.