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Chef der Goldenen Morgendämmerung in Handschellen abgeführt

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Chef der Goldenen Morgendämmerung in Handschellen abgeführt

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Der Chef der griechischen rechtsradikalen Partei Goldene Morgendämmerung, Nikolaos Michaloliakos, bleibt in Untersuchungshaft. Zuvor wurde er in Athen dem Haftrichter vorgeführt. Ihm wird die Gründung und Finanzierung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen – was Michaloliakos abstreitet.

Vor dem Gericht versammelten sich Anhänger der Goldenen Morgendämmerung zu Protesten. Die griechische Justiz hatte zuvor drei Mitglieder der Neonazi-Partei unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Einer von ihnen musste eine Kaution von 50.000 Euro hinterlegen.

Die Staatsanwaltschaft wirft insgesamt 32 Mitgliedern der Goldenen Morgendämmerung unter anderem Totschlag, Erpressung, Sprengstoffanschläge und Geldwäsche vor. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Ausgelöst hatte die jüngsten Ermittlungen die Ermordung eines linken Rappers. Dieser war Mitte September von einem Rechtsradikalen in Piräus niedergestochen worden.