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Der US-Etatstreit und seine Folgen

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Der US-Etatstreit und seine Folgen

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Der Etatstreit in den USA könnte nach Angaben des Finanzministeriums in der größten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg enden. Sollte der Kongress die Schuldengrenze für den Staatshaushalt nicht erhöhen, seien “katastrophale” Folgen möglich, heißt es in einem Bericht des Finanzministeriums.

Wir sprechen jetzt mit unserem Washington-Korrespondenten Stefan Grobe. Stefan, der Shutdown dauert schon drei Tage und es sieht nicht so aus, als ob die Regierung im Haushaltsstreit vorangekommen sei. Ist ein Ende in Sicht.

Stefan Grobe: “Im Moment gibt es keine Bewegung. Die Schlüsselfigur ist John Boehner, der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses. Wenn er Haushaltsvorschlag einbringt und auf die Bedingungen verzichtet, dann stimmen die Demokraten und auch genügend Republikaner zu. Im Moment tut er das nicht, denn das würde zu einer Meuterei des rechten Flügels der Republikaner führen und dann hätte er wahrscheinlich seinen Posten los.”

Euronews: “Mal ganz abgesehen vom politischen Zwist und den Regierungsangestellten, die nicht arbeiten können, was hat der Shutdown für einen Einfluss auf das amerikanische Volk?”

Stefan Grobe: “Jemand, der nicht bei der Bundesregierung angestellt ist, merkt im Moment noch nicht viel.
Je länger der Shutdown jedoch andauert, desto mehr wird die Wirtschaft im ganzen Land betroffen sein. Die Verbraucher geben weniger Geld aus, auch die Immobilienbranche könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Als erstes wird man das in Washington spüren, wo vielen Regierungsbeamten das Geld ausgehen wird, dann auch anderswo im Land.”

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