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EU nimmt es mit Gazprom auf

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EU nimmt es mit Gazprom auf

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Missbraucht der russische Gaskonzern Gazprom seine marktbeherrschende Position in Mittel- und Osteuropa? Beantwortet die EU diese Frage mit “ja”, dann drohen Gazprom bis zu 11 Milliarden Euro Strafe.

Zur Zeit sammle man die Beschwerdepunkte gegen das Staatsunternehmen, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia in Vilnius. Es sei aber noch zu früh, um die nächsten Schritte vorherzusagen.

Das Verfahren war vor über einem Jahr eröffnet worden. Zuvor waren in Osteuropa mehrere Büros des Monopolisten bei Gas-Exporten durchsucht worden. Die Behörde prüft, ob das russische Unternehmen Gas-Lieferungen zwischen EU-Ländern behindert hat. Auch die Kopplung des Gazprom-Gaspreises an den Ölpreis wird unter die Lupe genommen.

Gazprom strebt laut russischer Wirtschaftszeitung Kommersant den Zugang zu allen deutschen Gasheizungen an und will die Gaslieferanten organisieren wie die OPEC.

Gazprom ist das größte Erdgasförderunternehmen der Welt und mit gut 80 Milliarden Euro Marktkapitalisierung eines der größten Unternehmen Europas. Der russische Staat hält 50 Prozent und eine Aktie an dem Unternehmen.

su mit Reuters