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Nichts zu tun in Washington

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Nichts zu tun in Washington

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Vor dem Museum für Naturgeschichte in Washington stehen die, die eigentlich lieber arbeiten würden. Das Museum ist geschlossen, die Touristen schlechtgelaunt und die Museumsangestellten bekommen keinen Lohn. Seth Couslar (46) ist einer von ihnen. Er klagt: “Ich habe zwei Kinder im College, muss die Studiengebühren zahlen. Wenn das noch zwei, drei Monate so weitergeht, dann können meine Söhne nicht mehr weiter studieren. Dann muss ich sie aus dem College nehmen. Dabei steht bei dem einen die Abschlussprüfung bevor.”

Cheryl Claus (65) meint: “Es ist nicht leicht. Soll ich jetzt als Verkäuferin arbeiten oder als Bedienung? Wer stellt mich in meinem Alter noch ein? Diese Situation, nicht zu wissen, wann das aufhört, das ist sehr stressig für mich.”

Jeden Tag wollen sie vor das Museum kommen und demonstrieren. “Ich habe ja sonst nichts zu tun”, meint Seth Couslar.