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Obama geht in Offensive

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Obama geht in Offensive

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Am dritten Tag des Verwaltungsstillstands in den USA hat Präsident Barack Obama vor den negativen Folgen für die Wirtschaft gewarnt. Er rief den Kongress zum Handeln auf. Aber auch ein Spitzentreffen brachte keine Annäherung im US-Haushaltsstreit. Bei einer Rede in Rockville im Bundesstaat Maryland erklärte er, wer seiner Meinung nach der Schuldige ist: “Der einzige, der die Leute davon abhält, zu ihrer Arbeit zurückzukehren, ist der republikanische Vorsitzende im Repräsentantenhaus, John Boehner. Er weigert sich, das Gesetz überhaupt zur Abstimmung zu stellen, denn er will die Extremisten in seiner Partei nicht verärgern.”

Boehner wiederum schiebt die Schuld auf Obama. Der Präsident sei zu Verhandlungen nicht bereit. Obama und die Demokraten müssten nun ernsthaft überlegen, wie sie die Regierungsbehörden weiter finanzieren sollten.

Doch nicht nur im Haushaltsstreit läuft die Zeit davon. Bis Mitte Oktober muss die Schuldengrenze angehoben werden, sonst droht der Staatsbankrott.

Von dem Stillstand sind auch die Touristen betroffen. Nationalparks und Museen blieben geschlossen, Monumente können nicht besichtigt werden. Denn die Mitarbeiter mussten sich in einen Zwangsurlaub verabschieden. Bundesbehörden und Ministerien arbeiten nur noch auf Sparflamme.