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USA - vor Schuldenkrise hoch zwei?

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USA - vor Schuldenkrise hoch zwei?

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Die US-Regierung kämpft gegen die Uhr, gegen den Kalender – und gleich von zwei Seiten droht ihr das Geld auszugehen.

Der Haushaltsstreit schickt Hunderttausende im Land untätig nach Hause, die US-Wirtschaft verliert laut Beratungsgesellschaft IHS rund 220 Millionen Euro pro Tag.

Front Nummer zwei treibt internationalen Finanz- und Währungsmanagern Schweißperlen auf die Stirn: Wird die Schuldenobergrenze – zur Zeit 16,7 Billionen Dollar – nicht bis zum 17. Oktober angehoben, wären die USA über kurz oder lang pleite.

Ängstlich blicken die Gläubiger auf ihre Kohlen im Feuer: China sitzt auf US-Staatsanleihen für fast 1.000 Milliarden Euro, Japan bangt um 840 Milliarden Euro. In Depots in der Karibik, bei Ölexporteuren und in Brasilien liegen nochmal Staatspapiere für 600 Milliarden Euro.

Insgesamt mehr als 4.000 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Sämtlichen Euro-Rettungspaketen geht spätestens bei gut 1.800 Milliarden Euro die Luft aus.

Die Chefin des Internationalen Wõhrungsfonds (IWF), Christine Lagarde, warnt vor einer Eskalation von US-Etatstreit und Kampf um Schuldenobergrenze.

Auch andere Experten erwarten verheerende Auswirkungen auf die weltweite Konjunktur.

IWF-Chefin Christine Lagarde:

“Die anhaltende politische Unsicherheit über den Haushalt, über die Schuldenbremse, hilft uns nicht weiter. Schon der Shutdown ist schlimm genug, aber die Schuldengrenze nicht anzuheben wäre weit schlimmer – das könnte sehr ernste Schäden anrichten, nicht nur in der die US-Wirtschaft, die gesamte Weltwirtschaft wäre betroffen.”

Laut Präsident Barack Obama würde die Schuldenklemme die größte Volkswirtschaft der Welt in die Rezession zurückwerfen, die laut Finanzministerium schlimmer wäre als 2007.

Und die USA sind definitiv zu groß, um pleite zu gehen. Mit Obamas Worten: “Wenn wir an die Wand fahren, fahren alle an die Wand.”

su mit Reuters, dpa

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