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Washington: Kein Durchbruch in Sicht

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Washington: Kein Durchbruch in Sicht

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In Washington ist ein Gespräch zwischen dem Präsidenten Barack Obama und Vertretern des Kongresses ergebnislos verlaufen. Die oppositionellen Republikaner verlangen weiter, die Gesundheitsreform zu stoppen, bevor sie den laufenden Haushalt absegnen. Das lehnen die Demokraten ab.

Der republikanische Parlamentspräsident John Boehner sagte, “das einzige, was wir verlangen, sind Diskussion und Fairness für das amerikanische Volk unter Obamacare. Ich hoffe, der Präsident und mein demokratischer Kollege im Senat werden auf das Volk hören und die Streitigkeiten aus der Welt schaffen.”

Ist der Haushalt bis Mitte Oktober nicht beschlossen, wäre für die USA die Kreditobergrenze erreicht. Washington dürfte dann keine neuen Schulden machen. Der Staat wäre faktisch pleite.

Die Minderheitsführerin im Repräsentantenhaus Nancy Pelosi forderte jedoch, das Thema beiseite zu lassen und sich nur auf den Budgetstreit zu konzentrieren. Die USA würden ihren Kreditverpflichtungen nachkommen.

Weil die USA seit Dienstag keinen gültigen Haushalt haben, bleiben weite Teile der öffentlichen Verwaltung geschlossen. Hunderttausende Staatsangestellte wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt.

Für Euronews-Korrespondent Stefan Grobe in Washington zeichnet sich bisher kein einfacher Weg aus der Krise ab. Es werde Opfer geben, wie die Hunderttausenden Staatsdiener und deren Familien. Diese müssten Rechnungen, Mieten und Kredite bezahlen. Jeder Tag ohne Gehalt verschlimmere ihre Situation.