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Weitere Greenpeace-Aktivisten in Russland angeklagt

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Weitere Greenpeace-Aktivisten in Russland angeklagt

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Zwei Wochen nach dem Greenpeace-Protest in der Arktis hat ein russisches Gericht in Murmansk gegen weitere 16 Umweltaktivisten Anklage wegen Piraterie erhoben. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Ein Sprecher der Umweltorganisation wies die Vorwürfe als unzutreffend, unbegründet und illegal zurück. Die Greenpeace-Mitglieder hatten versucht eine Gazprom-Bohrinsel in der Barentssee zu stürmen. Nach eigenen Angaben wollten sie dort ein Transparent befestigen, um auf Gefahren durch die Gas- und Ölförderung in der Arktis aufmerksam zu machen.

Aleksandra Ostrowskaja, die Anwältin der festgenommenen Dänin Anne Mie Roer Jensen beklagte, dass ihrer Mandantin Rechte vorenthalten werden: “Normalerweise müssen einer dänischen Angeklagten die gegen sie erhobenen Anschuldigungen auf Dänisch vorgelegt werden. Dies ist nicht erfolgt. Meine Mandantin ist hinter Gittern und sie weiss nicht genau, warum.”

In Basel in der Schweiz unterbrachen Greenpeace-Aktivisten ein Spiel der Champions-League, denn Gazprom sponsort den deutschen Club Schalke 04, der an jenem Abend auf dem Rasen war. Dem Gastgeber, dem FC Basel, droht nun eine Strafe durch die UEFA, weil er nicht ausreichend dafür gesorgt hatte, dass das Spiel ohne Unterbrechung und reibungslos ablief.