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"Goldene Morgendämmerung" spaltet Griechenland

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"Goldene Morgendämmerung" spaltet Griechenland

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Die “Goldene Morgendämmerung” beherrscht die Schlagzeilen in Griechenland und viele fragen sich, wie es zum Aufstieg dieser rechtsradikalen Partei kommen konnte.

Die Büroangestellte Tzina Dimopoulo lebt in einem Problemviertel. Jahrelang suchte sie Hilfe bei den Behörden, doch nur die “Goldene Morgendämmerung” habe etwas getan. Dimopoulo erhebt Vorwürfe gegen die Regierung: “Das ist ganz offensichtlich politische Verfolgung. Sie haben alle Angst vor dem Aufstieg des Nationalismus. Aber niemand kann im Namen der Demokratie sprechen, denn schließlich haben bislang 5.500 Menschen wegen der Wirtschaftskrise Selbstmord begangen.”

Dem Präsidenten der pakistanischen Gemeinde in Griechenland, Javent Aslam, zufolge ist der Ausländerhass gestiegen. Allein in den vergangenen Jahren kam es zu mehr als 900 Übergriffen gegen pakistanische Einwanderer. “Ich hoffe, dass es nicht nur eine politische Show ist. Dann könnten wir vielleicht daran glauben, dass die Regierung und die Justiz ihren Job machen. In den kommenden Wochen und Monaten wird es sich zeigen,” so Aslam.

Unser Athen-Korrespondent Michalis Arampatzoglou erklärte: “Die griechische Gesellschaft ist von der Tradition her antifaschistisch. Die Wirtschaftskrise und die fehlende Einwanderungspolitik erklären den Aufstieg der “Goldenen Morgendämmerung”. Experten zufolge werden durch die Strafverfolgung die Gründe für den Erfolg dieser Bewegung nicht aus der Welt geschafft.”

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