Eilmeldung

Eilmeldung

Konsequenzen nach Flüchtlingstragödie vor Lampedusa?

Sie lesen gerade:

Konsequenzen nach Flüchtlingstragödie vor Lampedusa?

Schriftgrösse Aa Aa

Angesichts des Flüchtlingsdramas in der Nähe der italienischen Insel Lampedusa hat Staatspräsident Giorgio Napolitano eine Überprüfung der Gesetzeslage gefordert. Normen, die eine
Aufnahmepolitik verhinderten, sollten geändert werden, sagte er in einem Interview.

Bei der Schiffskatastrophe starben am Donnerstag mehr als 130 Flüchtlinge. Die Zahl der Opfer könnte weiter steigen, da zahlreiche Menschen noch im Mittelmeer vermisst wurden, berichten italienische Medien.

Das tunesische Innenministerium teilte mit, das Boot sei in Libyen aufgebrochen und auf dem Weg nach Lampedusa an der tunesischen Hafenstadt Sfax vorbeigefahren. Die Flüchtlinge sollen überwiegend aus Somalia und Eritrea stammen.

Italiens Innenminister Angelino Alfaro machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. “Europa muss endlich handeln”, sagte er, “entweder wird Europa zu einem Akteur oder wir können nicht länger behaupten, es gebe eine unterstützende, engagierte Zusammenarbeit. Und wir wollen, dass die Grenze von Lampedusa zur Grenze Europas erklärt wird und nicht zu der Italiens.”

Berichten zufolge sollen einige Migranten auf dem Schiff eine Decke angezündet haben, um dadurch ein Fischerboot in der Nähe auf sich aufmerksam zu machen. Das Feuer habe sich ausgebreitet, das Schiff sei
gekentert, hieß es.

Andere Infos – Folgen Sie Euronews auf Deutsch auch bei Facebook und Twitter

Andere Infos – Folgen Sie Euronews auf Deutsch auch bei Facebook und Twitter