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Freilassung der Greenpeace-Aktivisten gefordert

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Freilassung der Greenpeace-Aktivisten gefordert

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Die Niederlande verlangen die sofortige Freilassung der in der Arktis festgenommenen Greenpeace-Aktivisten. Außerdem hätten die Russen die Niederlande über die Erstürmung des Schiffes informieren müssen, hieß es aus Den Haag. Das Aktionsschiff “Arctic Sunrise” fuhr unter niederländischer Flagge.

Für den 8. Oktober hat das Gericht in Murmansk nun Berufungsverhandlungen für drei Festgenommene angesetzt, unter ihnen ist der bekannte russische Fotograf Denis Sinjakow. Dieser betonte, er sei Journalist und kein Aktivist. Greenpeace habe ihn als Reporter engagiert.

Sinjakows Frau Alina sagte: “Was ihm und mir jetzt hilft, das ist, dass wir soviel Unterstützung von Menschen auf der ganzen Welt bekommen, vor allem von Journalistenkollegen.”

Sinjakow drohen ebenso wie den anderen Umweltaktivisten 15 Jahre Haft. Die Gruppe hatte vor zwei Wochen versucht, auf eine Ölplattform des Staatsunternehmens Gazprom zu gelangen. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB beendete die Aktion.

Präsident Wladimir Putin sagte, die Frauen und Männer hätten die Plattform einfach übernommen und hätten klar internationale Rechtsnormen verletzt.

Die Umweltschützer von Greenpeace werfen Gazprom vor, mit Bohrungen das Ökosystem der äußerst anfälligen Arktis zu gefährden. Ein Leck hätte ihrer Ansicht nach katastrophale Folgen für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt der noch weitgehend unberührten Region. Dort wird etwa ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasvorräte vermutet.

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