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Lampedusas Fischer kritisieren Regierung

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Lampedusas Fischer kritisieren Regierung

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Gegen die 155 Überlebenden des Flüchtlingsdramas soll wegen illegaler Einwanderung ermittelt werden. Sobald sie identifiziert seien, werde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, hieß es. Den Afrikanern droht maximal eine Geldstrafe von 5000 Euro.

Die Küstenwache steht wegen ihres Verhaltens in der Kritik: “Jetzt sagt die Küstenwache, sie seien die guten, die die Leute gerettet haben. Aber wir waren die Dummen, die 47 Menschen auf unser Boot gezogen haben. Wir hätten mehr retten könne, aber die Küstenwache weigerte sich, sie aufzunehmen, weil es gegen die Vorschriften war. So konnten wir keine weiteren Menschen retten. Können Sie sich vorstellen, wie das ist, wenn man das Meer voll Schiffbrüchiger sieht?”, klagt Fischer Vito Fiorino.

Die Fischer stört es auch, dass die Wracks der zahlreichen untergegangenen Flüchtlingsboote nicht geborgen werden und ihre Netze beschädigen: “Die Behörden lassen alles im Meer. Ich kann jetzt nicht arbeiten, weil diese Wracks meine Netze zerstören. Jedesmal, wenn ich fische, habe ich Schäden in Höhe von 500 bis 1000 Euro”, sagt Salvatore D’Ancona.

Lampedusa ist Ziel für viele Bootflüchtlinge. Die Insel liegt näher an der afrikanischen Küste als am italienischen Festland. In seinen Gewässer sinken regelmäßig Flüchtlingsboote.