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Schlechtes Wetter vor Lampedusa behindert Suche

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Schlechtes Wetter vor Lampedusa behindert Suche

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Schlechtes Wetter in Italien hat die Suche nach weiteren Todesopfern nach der Flüchtlingstragödie vor der Mittelmeerinsel Lampedusa behindert. Wegen starken Windes und rauher See musste die Suche unter Wasser zunächst unterbrochen werden. Allerdings setzt die italienischen Küstenwache nun Flugzeuge ein, um nach weiteren Leichen zu suchen. Etwa 200 Menschen werden noch vermisst.

“Ich weiss, dass wir als Bürger von Lampedusa schon getan haben, was wir tun mussten”, sagt ein Hafenarbeiter. “Wir haben das gerne getan, und wir werden damit weitermachen, um diesen Menschen zu helfen. Lampedusa ist ein kleiner Punkt mitten im Meer, wo jeder einen Platz zum Bleiben finden kann. Wir sind für jeden da, Syrer, Tunesier, Griechen und Türken, wir sind für sie da, die Geschichte hat das gezeigt.”

Am Freitagabend nahmen zahlreiche Einwohner der Insel an einer Trauerfeier für die Opfer der Flüchtlingstragödieteil. Deren Zahl könnte auf mehr als 300 steigen, 111 Leichen sind bislang geborgen worden.

Das Drama hat europaweit eine Diskussion auch über Einwanderungspolitik ausgelöst. Viele italienische Politiker fordern mehr Unterstützung aus der EU.
Nach Angaben von Italiens Innenminister Angelino Alfano sind in diesem Jahr rund 30.000 Flüchtlinge nach Italien gekommen. Trotz der Tragödie am Donnerstag versuchen weiterhin Hunderte Menschen Lampedusa zu erreichen.