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Bergungsarbeiten vor Lampedusa wiederaufgenommen

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Bergungsarbeiten vor Lampedusa wiederaufgenommen

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Vor Lampedusa sind die Arbeiten zur Bergung der Leichen aus dem gesunkenen Flüchtlingsboot wieder aufgenommen worden. Inzwischen sind 127 Tote geborgen worden. Die Arbeiten waren wegen schweren Seegangs am Freitag unterbrochen worden. Bis zu 250 Personen gelten noch als vermisst.

Die Taucher arbeiten in kleinen Gruppen, weil sie sich nur jeweils etwa 10 Minuten an dem Wrack aufhalten können. Die Verantwortlichen sind optimistisch:

“Ich glaube nicht, dass es größere Probleme machen wird, die Leichen zu bergen. Sie befinden sich im Wrack. Wir werden vermutlich alle Leichen bergen können”, erklärt der Einsatzleiter des Malteser Hilfsdienstes, Mauro Casinghini.

“Wenn sie es heben und wegschleppen können, dann umso besser. Bei 45 Meter Wassertiefe, sollten sie dazu in der Lage sein. Mit Luftballons werden sie es heben können”, glaubt Skipper Antonio Fragapane.

An Bord des gekenterten Schiffes sollen etwa 450 bis 500 afrikanische Flüchtlinge gewesen sein. Sie stammen vermutlich aus Somalia und Eritrea. Die Flüchtlingstragödie hat eine heftige Diskussion über die europäische Flüchtlings- und Grenzschutzpolitik ausgelöst.