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Bundeswehr zieht aus Kundus ab

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Bundeswehr zieht aus Kundus ab

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Nach zehn Jahren hat Deutschland seinen Kampfeinsatz im nordafghanischen Kundus beendet. Die Bundeswehr übergab ihr Feldlager an die afghanischen Sicherheitskräfte. Bundesaußenminister Guido Westerwelle betonte, dass sich das deutsche Engagement in Afghanistan bisher gelohnt habe und weiter fortgesetzt werde.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere bezeichnete den Einsatz als Zäsur für Bundeswehr und deutsche Gesellschaft. Er sei sicher, dass die afghanischen Sicherheitskräfte ihrer Aufgabe gewachsen seien: “Hier hat es eine erstklassig Ausbildung gegeben. Wir haben ein großes Vertrauen in die Kraft und die Tapferkeit der afghanischen Soldaten und der afghanischen Polizisten. Natürlich wird es Probleme weiterhin geben. Wir haben uns auf diesen Tag gut vorbereitet”, sagte de Maiziere bei der feierlichen Übergabe in Kundus.

Derzeit sind noch etwa 4000 deutsche Soldaten im Afghanistan, 900 davon in Kundus. Sie werden in das Hauptquertier in Mazar-i-Scharif verlegt. Ende 2014 läuft der NATO-Kampfeinsatz in Afghanistan aus. Auch danach sollen noch etwa 800 deutsche Soldaten am Hindukusch bleiben.