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Der Jom-Kippur-Krieg

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Der Jom-Kippur-Krieg

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Der 6. Oktober 1973: Zehntausende ägyptische Soldaten überqueren den Suezkanal und greifen die israelischen Verteidigungslinien an, die es nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 errichtet hatte. Die ägyptische Armee überrascht Israel sozusagen im Schlaf, denn dort wird der höchste jüdische Feiertag, Jom Kippur, begangen.

Der Autor Abraham Rabinovich hat ein Buch darüber geschrieben. “Wer den Krieg gewonnen hat?” fragt er. “Ägypten hat den Krieg gewonnen, Israel hat den Krieg gewonnen – beide Seiten in gleichen Maßen. Ägypten hat sein Territorium zurückerobert – und wichtiger – durch die frühen Erfolge seinen und den arabischen Stolz. Israel hat den größten politischen Erfolg errungen, den es sich vorstellen konnte: Frieden mit dem größten arabischen Land.”

Während die Ägypter auf der Sinai-Halbinsel zuschlagen, durchbrechen syrische Panzerverbände die Waffenstillstandslinie von 1967 auf den Golanhöhen und stoßen in Richtung Jordantal vor.

Doch schon zwei Wochen später stehen israelische Soldaten dank US-Unterstützung am Westufer des Suezkanals nur 70 Kilometer von Kairo entfernt und 30 Kilometer vor Damaskus. Eine ganze ägyptische Armee wird auf dem Sinai eingekesselt.

Die Sowjetunion droht einzugreifen. 1978 komt es unter amerikanischer Vermittlung zum Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel. Bis heute spürt man die Folgen in der Region.