Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Lampedusa-Drama: Europa diskutiert über Flüchtlingspolitik

Sie lesen gerade:

Nach Lampedusa-Drama: Europa diskutiert über Flüchtlingspolitik

Schriftgrösse Aa Aa

Vor Lampedusa wird die Bergung der Leichen aus dem gesunkenen Flüchtlingsboot fortgesetzt. Inzwischen konnten 181 Tote geborgen werden. Die Arbeiten waren wegen schweren Seegangs am Freitag unterbrochen worden. Am Sonntag kämpften die Taucher gegen meterhohe Gischt und starke Böen an. Bis zu 200 Personen gelten noch als vermisst. Die Taucher arbeiten in kleinen Gruppen, weil sie sich nur jeweils etwa 10 Minuten an dem Wrack aufhalten können.

Die aus dem Kongo stammende italienische Integrationsministerin Cecile Kyenge forderte bei einem Besuch des Auffanglagers auf Lampedusa ein gemeinsames europäisches Vorgehen in der Frage illegaler Einwanderer. “Wir können mit dieser Tragödie nicht alleine fertig werden, sondern nur mit Europa. Wir müssen Antworten finden für jene, die fliehen und hierher für Hilfe kommen”, erklärte Kyenge.

Der Untergang des Flüchtlingsbootes mit etwa 500 Menschen an Bord hat eine heftige Debatte in Europa ausgelöst. Während einige wie die europäische Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgieva, Einreiseerleichterungen verlangen, fordern andere, wie der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault eine bessere Kontrolle der Seegrenzen.