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3D-Ersatzteile "Made in Space"

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3D-Ersatzteile "Made in Space"

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3D-Drucker liegen derzeit voll im Trend und könnten schon bald den Weltraum erobern. Die NASA plant, solche Drucker ins All zu schicken, damit Astronauten Ersatzteile oder sogar kleine Satelliten selbst herstellen können. Bislang müssen nahezu alle nötigen Werkzeuge von der Erde ins All transportiert werden. Der 3D-Drucker wäre eine Art universeller Baukasten, mit dem sich jedes beliebige Objekt nachbauen lässt. Ein solches Gerät muss allerdings den extremen Einsatzbedingungen in der Schwerelosigkeit standhalten. Deswegen arbeiten Forscher an der Entwicklung eines weltraumtauglichen 3D-Druckers.

“3D-Drucktechnik gibt uns erstmals die Möglichkeit, unsere eigenen Systeme und Ersatzteile selbst zu bauen, all diese Objekte, die wir andernfalls erst mit dem nächsten Transportflug ins All befördern können, was mitunter zu lange dauert”, betont Dave Korsmeyer, Leiter des NASA Ames Forschungszentrums.

Experten sprechen von einer Schlüsseltechnologie, um künftige langjährige Weltraumreisen, zum Beispiel zum Mars, sicherer und zuverlässiger zu machen. Mit der Entwicklung des Geräts wurde das Start-up-Unternehmen Made in Space beauftragt.

“Die große Herausforderung bestand darin, einen Drucker zu konzipieren, der in der Schwerelosigkeit funktioniert”, erläutert Technologie-Chef Jason Dunn. “Alle heute existierenden Geräte sind für den irdischen Einsatz bestimmt. Wir haben versucht, sämtliche Bestandteile des Druckers zu festigen, damit sich nur die Teile bewegen, die wirklich nötig sind.”

Der Prototyp hat bereits Schwerelosigkeitstests bei Parabolflügen erfolgreich bestanden. Im Herbst 2014 soll ein erstes Modell auf der Internationalen Raumstation ISS getestet werden. Dann wird sich zeigen, ob im Weltraum hergestellte Ersatzteile für den außerirdischen Einsatz geeignet sind.