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amnesty international kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

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amnesty international kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

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Europa setzt nach der Tragödie vor Lampedusa die Flüchtlingspolitik ganz oben auf die Agenda. “Mittel- und langfristig müssen der Dialog und die Zusammenarbeit mit den Herkunfts- und den Transitländern der Migranten und Asylsuchenden verbessert werden”, Michele Cercone, Sprecher der EU-Kommission. “Gegen Schmuggler und Kriminelle muss härter vorgegangen werden. Man darf nicht vergessen, dass es hinter den Opfern kriminelle Netzwerke gibt, die mit den Hoffnungen der Menschen Profite machen.” Zahlreiche Politiker fordern inzwischen einen grundlegenden Umbau der europäischen Einwanderungspolitik. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international kritisiert: “Kriege, Konflikte, Nöte werden die Menschen immer zur Flucht zwingen” sagt der Europa-Direktor Nicolas J. Beger. “Je mehr sich die EU darum bemüht, die Flüchtlinge abzuweisen und die Grenzen zu schließen, desto mehr zwingt sie die Menschen dazu, riskante Wege und große Gefahren auf sich zu nehmen.” Die EU-Innenminister wollen an diesem Dienstag in Luxemburg über Konsequenzen aus dem Drama beraten.