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Gewerkschaftsprotest gegen Arbeitsbedingungen in Katar

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Gewerkschaftsprotest gegen Arbeitsbedingungen in Katar

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Mit einem symbolischen Fußballmatch haben Gewerkschaftsaktivisten in Brüssel versucht, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Arbeitsbedingungen im Golfemirat Katar zu lenken. Katar ist Austragungsort der Fußball WM 2022. Auf den Stadionbaustellen sollen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen herrschen.

“Jeden Tag stirbt ein Arbeiter. Wir verlangen, dass gehandelt wird. Die Rechte der Arbeiter, das Leben der Arbeiter muss wichtiger sein als das Geld, das Katar bei uns investiert” fordert die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) Sharan Burrow.

Die Demonstranten zogen anschließend zum Sitz des Königlichen Belgischen Fußballverbandes (KBFV). Dort überreichten sie Verbandspräsident François de Keersmaecker ein Trikot mit der Aufschrift “Spielt nicht mit dem Leben der Bauarbeiter”.

“Wir als belgischer Fußballverband unterstützen die Forderung der Gewerkschaften nach den bestmöglichen Arbeitsbedingungen”, sagte de Keersmaecker.

Die englische Tageszeitung “The Guardian” hatte berichtet, im Sommer dieses Jahres seien 44 Gastarbeiter auf den WM-Baustellen umgekommen. Inzwischen gibt es erhebliche Zweifel an diesem Bericht. Katar hat eine Anwaltskanzlei eingeschaltet.