Eilmeldung

Eilmeldung

Griechenland krabbelt aus den roten Zahlen

Sie lesen gerade:

Griechenland krabbelt aus den roten Zahlen

Schriftgrösse Aa Aa

Griechenland will im kommenden Jahr deutlich mehr einnehmen als ausgeben. Allerdings ist bei den Berechnungen für den Haushaltsentwurf 2014 die enorme Zinslast nicht berücksichtigt, die das Euro-Sorgenland tragen muss.

Als sogenannter primärer Überschuss werden im kommenden Jahr 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung oder 2,8 Milliarden Euro angepeilt. Das Finanzministerium geht davon aus, dass sich bereits dieses Jahr ein marginaler Überschuss von 340 Millionen Euro einstellt, so der stellvertretende Finanzminister Christos Staikoura.

Weitere Kennzahlen der Regierung für 2014: 0,6 Prozent Wachstum, 26 Prozent Arbeitslosenquote und ein staatlicher Schuldenberg von 174,5 Prozent der Wirtschaftsleistung

Christos Staikouras, stellvertretender Finanzminister:

“Die Bürger haben enorme Opfer gebracht, für mehr Staatseinnahmen und beim Lebensstandard. Anfang dieses Jahres begannen diese Opfer zu wirken. Die griechische Wirtschaft dürfte aus ihrer langen Rezession auftauchen, die Investitionen erholen sich und der Export wird stärker.”

Athen denkt nach Medienberichten darüber nach, bei den Geldgebern um eine Verlängerung der Rückzahlung seiner Schulden auf bis zu 50 Jahre zu bitten.

“Jeder weiß, dass das Land seine Schulden niemals zurückzahlen kann”, sagt dazu US-Investor George Soros und plädiert für einen umfassenden Schuldenschnitt. Dann würden auch Privatanleger – mit ihrem Geld – zurückkehren

su mit dpa