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Ukraine: Wo bleibt die Energie für Reformen?

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Ukraine: Wo bleibt die Energie für Reformen?

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Die Ukraine muss sich laut Weltbank auf ein Jahr 2013 mit Nullwachstum gefasst machen.

Die ehemalige Sowjetrepublik exportiert hauptsächlich Stahl und tauchte in der zweiten Hälfte des Jahres 2012 in die Rezession ein, weil Metalle weltweit weniger gefagt waren.

Ein 11-Milliarden-Euro-Hilfsprogramm des Internationalen Währungsfonds liegt wegen ausgebliebener Reformen auf Eis.

Qimiao Fan, Direktor der Weltbank für Belarus, Moldau und der Ukraine:

“Die finanzielle Unterstützung wurde wegen sehr niedriger Gas und Fernwärme-Tarife stark eingeschränkt. Wenn man nicht auf seine Kosten kommt, hat es für niemanden Sinn, in diesen Sektor zu investieren.”

Die ukrainische Regierung weigert sich, strenge Kreditbedingungen des Internationalen Währungsfonds zu erfüllen: Der IWF fordert eine drastische Erhöhung der Gas-, Strom- und Wärmepreise für private Haushalte und umfassende Reformen in Fiskal- und Finanzpolitik.

Vitaliy Khomutynnik, Energiespezialist der regierenden Partei der Regionen:

“Der Energiesektor kann nicht auf die Schnelle reformiert werden. Man kann die Energiepreise nicht anheben, wenn die Bevölkerung sie nicht bezahlen kann.”

Die Ukraine und die EU haben ein Assoziierungsabkommen ausgehandelt, aber noch noch nicht unterzeichnet. Gleichzeitig will das Land mit dem einheitlichen Wirtschaftsraum aus Russland, Weißrussland und Kasachstan zusammenarbeiten.

su mit Reuters