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EU-Innenminister beraten über Flüchtlingspolitik

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EU-Innenminister beraten über Flüchtlingspolitik

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Angesichts des Flüchtlingsdramas vor der italienischen Insel Lampedusa wollen die EU-Innenminister am Dienstag über ihre gemeinsame Flüchtlingspolitik beraten. Inzwischen sind mehr als 230 Leichen geborgen worden. Taucher bergen sie aus dem Wrack. Das Boot liegt in etwa 40 Metern Tiefe, wie viele Leichen noch an Bord sind, ist nicht klar. Die bisher gefundenen Leichen lagen außerhalb des Bootes. Jetzt müssen die Rettungstaucher ins Innere des Schiffs. Von den mehr als 400 Menschen an Bord des gesunkenen Füchtlingsschiffes konnten nur 155 lebend gerettet werden. Bis auf einen Tunesier sollen sie aus Eritrea stammen.

“Ich weiß, wie wir hierher gekommen sind. Sie sollten den Menschen, die in Libyen sind sagen, das ist keine gute Idee, es so zu machen. Nutzt lieber eine andere Chance, nehmt einen anderen Weg”, sagt der 24-jährige Natnael aus Eriträa.

Am Montag kamen weitere Migranten an den italienischen Küsten an. Etwa 200 Menschen wurden vor der Küste Siziliens gerettet. Der Präsident der europäischen Kommission Jose Manuel Barroso will sich am Mittwoch in Lampedusa ein Bild von der Lage machen und den Menschen auf der Insel seine Unterstützung und die Solidarität Europas aussprechen.