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Gewalt bei Lehrer-Protesten in Rio de Janeiro

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Gewalt bei Lehrer-Protesten in Rio de Janeiro

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Bei Protesten der Lehrer in Rio de Janeiro in Brasilien ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Den Angaben zufolge hatten sich etwa 200 Vermummte zu den demonstrierenden Lehrern gesellt und hatten zu randalieren begonnen.

Der zunächst friedlich verlaufende Protestzug der Lehrer verwandelte sich schnell in gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Maskierten und den Ordnungskräften. Mehrere Menschen wurden verletzt. Auch in Sao Paolo wurde die Lehrer-Demo von Randalierern gestört. Vermummte
setzten Müll in Brand. Ein Polizeiauto wurde umgestürzt. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Vermummten vor. In Rio de Janeiro setzten die Randalierer einen Bus in Brand und zerstörten Geldautomaten.

An der Lehrerdemonstration hatten sich nach Polizeiangaben 10.000 Menschen beteiligt. Die Gewerkschaft sprach von bis 50.000 Teilnehmern. Sie forderten vor allem höhere Löhne für die Pädagogen.

Englischlehrerin Simone Matias sagt: “Für Olympia und Fußball hat Brasilien Geld. Wo ist das Geld für die Schulen?”
Ihre Kollegin Angela Tenorio wird noch deutlicher: “Unsere Politiker sind korrupt. Das sind keine Politiker, sondern Diebe, Lügner, Verbrecher.”

Rios Lehrer protestieren konkret gegen ein lokales Gesetz, das unter anderem Gehälter regelt und Bestimmungen für die berufliche Laufbahn der Lehrer enthält.