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Griechenlands Ex-Verteidigungsminister wegen Geldwäsche verurteilt

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Griechenlands Ex-Verteidigungsminister wegen Geldwäsche verurteilt

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Der frühere griechische Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos ist in Athen wegen Geldwäsche und Bestechlichkeit zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 74-Jährige sowie 16 Verwandte und frühere Mitarbeiter 55 Millionen Euro Bestechungsgeld kassiert haben. Dabei ging es um den Kauf von U-Booten aus Deutschland sowie Abwehrraketen aus Russland.

Unterdessen geht aus einer Untersuchung von Transparency International
hervor, dass Griechenland nicht genug gegen Korruption vorgeht. Im diesjährigen Korruptionswahrnehmungsindex belegt Griechenland den letzten Platz unter den 27 EU-Staaten. Am besten schnitten Dänemark, Finnland und Neuseeland ab. Die Schweiz rangiert auf dem 6. Platz. Deutschland belegte den 13. Rang, Österreich den 25. Platz.

Die Korruption gilt als einer der Hauptgründe für die Krise in Griechenland. Der Studie zufolge glauben 54 Prozent der Bevölkerung, dass die Korruption in den vergangen beiden Jahren noch mal zugenommen hat.