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Kleiderordnung an Uni: Studenten ziehen sich aus

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Kleiderordnung an Uni: Studenten ziehen sich aus

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Im Süden Ungarns gibt es Zoff an einer Kunsthochschule – in Kaposvar. Der Stein des Anstoßes sind Flip-Flops, die bunten Badesandalen aus Plastik. Aus Ärger darüber, dass manche Studenten bei der Feier zum Semesterbeginn die Zehentreter trugen, hat der Rektor Flip-Flops nun verboten, und auch gleich noch Minirock, kurze Hose und zu starkes Make-up auf die Liste gesetzt.

Professorin Virag Csapo kann das Verbot nicht verstehen. Sie sagt: “Es ist doch unmöglich, dass ich hier unterrichten soll und vom Scheitel bis zur Sohle gestriegelt sein muss. Für uns Professoren soll dieses lächerliche Verbot ja auch gelten.”

Aus Wut über ihren Vorgesetzten machte die Professorin dann auch gleich mit beim nackten Protest ihrer Studenten, die sich in einer “Jetzt erst recht”-Aktion ihrer Kleidung gänzlich entledigten.

Rektor Ferenc Szavai rechtfertigt seine Entscheidung: “Wir sind schließlich ein Arbeitsplatz. Wer hier lernen und lehren will, hat bestimmte Verpflichtungen. Dazu gehört anständig angezogen zu sein und so sich selbst und anderen gegenüber den nötigen Respekt zu zeigen.”

Wie die Geschichte weitergeht, ist noch unklar. Aber anzunehmen ist, dass mit dem Winter die Studenten in richtigen Schuhen und entsprechender Kleidung kommen und bis zum nächsten Sommer kann dann wieder in Ruhe studiert werden in Kaposvar.